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Draco Nr. 09 - Wirbellose im Terrarium

Februar/März/April 2002

Inhalt:

  • 2 - Editorial
  • 3 - Wirbellose, von Dieter Masberg
  • 20 - Der Landeinsiederlkrebs, von Harry Wölfel
  • 27 - Phasmiden (Gespenstschrecken, Stabschrecken und Wandelnde Blätter), von Sven Bradler und Christoph Seiler
  • 33 - Phasmiden als Haustiere, von Christoph Seiler und Sven Bradler
  • 38 - Die australische Pfeffermins-Stabschrecke Megacrania batesii - kein einfacher Pflegling, von Christoph Seiler und Sven Bradler
  • 41 - Wesen der Dunkelheit - Wesen des Lichtes: Das geheimnisvolle Leben der Riesen- und Rosenkäfer, von Arndt Löwenberg
  • 55 - Exotische Schnurfüßer im Terrarium, von Timm Adam
  • 67 - Sicherheit bei der Skorpionhaltung: 10 goldene Regeln, von Herbert Schiejok
  • 70 - Eigene Erfahrungen bei der Haltung von Euscorpius carpaticus mauretanicus (THORELL, 1876), von Mario Schedel
  • 74 - Pseudoskorpione in der Natur und im Kleinstterrarium, von Kriton Kunz
  • 82 - Bücherkiste
  • 94 - Magazin



Der Inhalt im Überblick:

Wirbellose – das große Heer der Tierwelt, faszinierend vielschichtig, großteils kaum erforscht und durch die Andersartigkeit zu den Wirbeltieren und zu uns Menschen seit altes geheimnisumwittert. Das gesamte Prisma der Wirbellosen fächert Dieter Mahsberg in seiner Einleitung zu diesem ungewöhnlichen DRACO auf: Was kennzeichnet alle Wirbellosen, welche Gruppen gibt es, wie leben sie? Nach diesem Überblick finden Sie außerdem noch eine Liste aller für die Haltung relevanter Taxa mit Artenzahlen – ein riesiges Potenzial hochinteressanter Tiere, das Ihren Forscherdrang sicher nicht kalt lässt!

Phasmiden (Gespenstschrecken, Stabschrecken und Wandelnde Blätter)
Phasmiden zählen sicher zu den Stars des Wirbellosen-Booms: Sven Bradler und Christoph Seiler stellen ihnen die Grundlagen der Systematik und Biologie dieser interessanten Tiere vor, unter denen sich auch das längste heute noch lebende Insekt findet. Erfahren Sie alles Wissenswerte über die Lebensweise der gut getarnten Wirbellosen, staunen Sie über raffinierte Schutz- und Abwehrmechanismen oder über ungewöhnliche Fortpflanzungsstrategien. Ein Extra-Abschnitt des reich bebilderten Beitrags widmet sich übrigens den europäischen Arten: Halten Sie also bei ihrem nächsten Urlaub doch einfach mal die Augen offen!

Phasmiden als Haustiere
Und weiter geht’s mit den Phasmiden, denn Christoph Seiler und Sven Bradler erläutern Ihnen natürlich auch die Haltung und Zucht der oft recht einfach zu pflegenden Insekten, die als reine Pflanzenfresser die aufwändige Zucht von Futtertieren überflüssig machen. Die Autoren benennen die wichtigsten Futterpflanzen, beschreiben die Terrarientypen, mit denen man den unterschiedlichen Ansprüchen der Tiere gerecht wird, und geben Insider-Tipps zur Vermehrung der schönen Insekten – und selbstverständlich weisen sie auch auf mögliche Fehlerquellen hin, die es zu vermeiden gilt! Für Einsteiger in die Phasmidenzucht wie für alte Hasen also ein absolutes Muss!

Die australische Pfefferminz-Stabschrecke Megacrania batesii – kein einfacher Pflegling
Und damit auch die absoluten Phasmiden-Experten auf ihre Kosten kommen, gehen Seiler und Bradler in diesem Beitrag detailliert auf Haltung und Zucht dieser wenig gehaltenen und recht schwierig zu vermehrenden Art ein, bei der vor allem die Jungtiere durch ihre Farbenpracht bestechen. Das Geheimnis des Erfolgs bei der Vermehrung der australischen Pfefferminz-Stabschrecke beginnt schon beim geeigneten Futter, denn die Tiere sind sehr wählerisch. Seiler und Bradler verraten Ihnen Tipps, wie Sie ohne große Ausgaben an die nötigen Pflanzen kommen, die Sie für die Zucht dieser ganz besonderen Stabschrecke benötigen. Und die Autoren geben Ihnen natürlich auch sonst Einblick in ihre erfolgreiche Zuchtmethode, sodass Sie nach der Lektüre dieses Beitrags alle Voraussetzungen erworben haben, sich selbst einmal an der Pflege dieses australischen Juwels zu versuchen!

Der Landeinsiedlerkrebs
In Zoogeschäften und auf Händlerlisten tauchen sie oft auf, diese putzigen Krebstiere, doch kaum jemand weiß, wie man sie erfolgreich hält. Harry Wölfel stellt Ihnen staunenswerte Fakten aus der Biologie dieser wenig artenreichen, aber dafür umso interessanten Krebstiere vor – oder hätten Sie gewusst, dass die größte Spezies dieser Gruppe eine Spannweite von bis zu 1 m erreicht? Unser DRACO-Autor berichtet Ihnen aber nicht nur, wo Landeinsiedlerkrebse vorkommen und wie sie „funktionieren“, sondern erläutert auch, worauf bei der Haltung zu achten ist, wie man das Terrarium adäquat einrichtet, und er gibt sogar Hinweise zur nicht ganz einfachen Zucht.Einer der ganz wenigen Artikel überhaupt in der einschlägigen Literatur, und dazu noch derart fachkundig und detailliert – wer sich als Krebsfan diesen Leckerbissen entgehen lässt, ist selber schuld!

Wesen der Dunkelheit – Wesen des Lichtes. Das geheimnisvolle Leben der Riesen- und Rosenkäfer
Diese herrlichen Käfer gehören mit Sicherheit zu den schönsten Insekten überhaupt, und selbst Menschen, die sonst mit „Krabbeltieren“ nichts am Hut haben, können sich der Ästhetik der Tiere nicht entziehen. Wussten Sie, wozu eigentlich die Natur viele Arten der Rosenkäfer mit derart verschwenderischer Pracht ausgestattet hat? Arndt Löwenberg verrät Ihnen nicht nur das, sondern führt Sie auch umfassend in die Biologie der immer häufiger gepflegten Tiere ein. Und er schildert praxisnah, woher man diese Perlen und Giganten der Käferwelt beziehen kann, wie man sie hält und züchtet und worin der Schlüssel des Erfolgs dabei liegt!

Exotische Schnurfüßer im Terrarium
Bedauerlicherweise ist über Haltung und Zucht der urigen Schnurfüßer in der Literatur so gut wie nichts zu finden. Timm Adam schafft hier fachkundig Abhilfe. Was ist ein Schnurfüßer, wie leben diese skurrilen Tiere? Der Autor geht nicht nur detailliert auf die Stars seines Beitrags ein, sondern auch auf ihre Verwandten, etwa die Skolopender. Der Schwerpunkt aber liegt klar auf den Schnurfüßern und auf der Rolle, die sie in Wissenschaft und Terraristik spielen. Sind Schnurfüßer giftig? Wie kann ich ein geeignetes Terrarium einrichten, was muss ich bei den klimatischen Voraussetzungen beachten, womit lassen sich die Tiere füttern? Und wie züchtet man diese interessanten Wirbellosen? Timm Adam hat alle Antworten parat und lässt auch Hinweise auf Probleme bei ihrer Zucht keineswegs außen vor. Kurz gesagt: Der ultimative Schnurfüßer-Hit!

Eigene Erfahrungen bei der Haltung von Euscorpius carpaticus mauretanicus (Thorell, 1876)
Wer von Skorpionen fasziniert ist, sich aber nicht gerade die giftigsten ins Haus holen möchte, der ist mit Exemplaren dieser kleinwüchsigen Art gut beraten. Ihre Haltung und Zucht sind nicht sonderlich schwierig und darum gerade auch dem Einsteiger in die Skorpionshaltung zu empfehlen. Damit Sie dennoch von Anfang an alles richtig machen, zeigt ihnen von Mario Schedel, worauf Sie achten sollten. Vom geeigneten Terrarium über Aspekte wie Vergesellschaftung bis hin zur erfolgreichen Nachzucht sind alle wichtigen Aspekte erfasst!

Sicherheit bei der Skorpionshaltung
Thema Nummer 1 bei der Haltung dieser faszinierenden Spinnentiere ist natürlich immer die Sicherheit, die unbedingt gewährleistet sein muss. Skorpion-Experte Herbert Schiejok weist Sie auf alle wichtigen Parameter hin, die für eine unbedenkliche Haltung eingehalten werden müssen, gibt Tipps, welche Terrarientypen am besten geeignet sind, was beim Einrichten des Beckens besonders zu berücksichtigen ist und worauf man beim Hantieren im Terrarium und mit den Tieren zu achten hat. Wie beispielsweise fängt man einen Skorpion gefahrlos ein, wie setzt man ihn um, und was tue ich, wenn das Tier trotz aller Vorsicht doch einmal zugestochen hat? Ein verantwortungsbewusster Terrarianer, dem der eigene Schutz und der seiner Mitmenschen am Herzen liegt, wird sich diesen Beitrag sicher nicht entgehen lassen!

Pseudoskorpione in der Natur und im Kleinstterrarium
Sie finden Skorpione faszinierend, scheuen aber das Risiko eines Giftstiches? Sie möchten einmal ganz ausgefallene, wirklich besondere Tiere pflegen? Wie wär’s denn mal mit Pseudoskorpionen? Diese Winzlinge, die Sie ohne weiteres in Ihrem Garten, im Wald oder vielleicht sogar in Ihrem Haus finden können, ähneln ihren großen Verwandten sehr, besitzen jedoch im Unterschied zu ihnen keinen „Schwanz“ mit Giftstachel. Kriton Kunz belauscht mit Ihnen das heimliche Treiben der drolligen Kerlchen, stellt ihnen faszinierende Details aus der weithin unbekannten Biologie der ungewöhnlichen Spinnentiere vor und gibt Ihnen Tipps, wo und wie Sie die Zwerge erbeuten können. Und wer die skurrilen „Miniskorpione“ einmal im adrett eingerichteten Kleinstterrarium gepflegt oder sogar nachgezogen hat, der kommt sicher so schnell nicht mehr von ihnen los!